Nach der Operation

Unmittelbar nach der Operation beginnt die Nachbehandlung mit Schmerztherapie, Thromboseprophylaxe (niedermohlekulares Heparin in Form von Spritzen und Kompressionsstrümpfe).

Routinemäßig erfolgen während des stationären Aufenthaltes Blutuntersuchung, Fiebermessung, Blutdruckkontrollen sowie Röntgenkontrollen des operierten Gelenkes (Überprüfung von Sitz und Festigkeit der Prothese).

Sollte noch während der Operation ein Drainagenschlauch, zur Ausleitung eventuell entstanden Wundsekretes, angelegt worden sein, wird dieser in der Regel nach 1 bis 2 Tagen gezogen. Der Schmerzkatheter wird am 2. postoperativen Tag ausgestellt und entfernt.

In den Visiten wird die Wunde kontrolliert und bei reizfreien und gut verheilten Wundverhältnissen die Fäden bzw. Klammern am 10. - 12. Tag nach OP gezogen.

Bereits ab dem 1. postoperativen Tag wird mit Physiotherapie und Mobilisation begonnen.

Die "ersten" Schritte mit Ihrem neuem Gelenk

Nach der Operation wird für Sie ein Behandlungsplan erstellt. Die erste Gelenkmobilisation erfolgt unter Mithilfe der Physiotherapeuten bereits am 1. postoperativen Tag. Tägliche Mobilisation und Physiotherapie sowie im Einzelfall ein Behandlung durch die Motorschiene sind für den weiteren Verlauf äußerst wichtig. Auch bei zumeist erlaubter Vollbelastung erfolgt die Frühmobilisation in den ersten Tagen in Abhängigkeit von Ihres Zustandes mit Hilfsmittel wie den hohem Gehwagen oder Rollator. Vorrangiges Ziel ist aber der schnellstmögliche Einsatz von Unterarmgehstützen, weil damit das Erlernen des Treppensteigens verbunden ist. Während Ihres 10 bis 14-tägigen Klinikaufenthaltes werden Sie so gut wie möglich auf die bevorstehende meist stationäre Rehamaßnahme vorbereitet. Diese dauert in der Regel drei Wochen. Da die Rehakliniken eine gewisse Selbständigkeit von den Patienten erwarten, ist die unabhängige Mobilität innerhalb und außerhalb des Krankenzimmers ein übergeordnetes Therapieziel. 

Unsere Sozialberatung wird für Sie die anstehende Anschlussheilbehandlung planen und koordinieren. Ebenfalls unterstützt Sie das Team der Sozialberatung bei allen Fragen bzgl. der Wiedereingliederung in den Lebensalltag.

Entlassung aus der Klinik

Die Entlassung erfolgt in der Regel nach 10 - 14 Tagen. Am Tag vor der Entlassung wird ein Ihr behandelnder Arzt mit Ihnen den Behandlungsverlauf bisher und auch weiter besprechen und Ihnen noch offene Fragen gerne beantworten.

Eventuell benötigte Hilfsmittel werden verordnet bzw. für Sie bereitgestellt.

In welche Einrichtung Sie zur Anschlussheilbehandlung verlegt werden hängt in der Regel vom Kostenträger ab, also der jeweiligen Rentenversicherung bzw. gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung. Der Kostenträger ist auch mit der Anschlussheilbehandlungsklinik für die Vergabe der Termine verantwortlich, das kann in Ausnahmefällen bedeuten, dass Sie bis zum Beginn der Reha noch wenige Tage zu Hause verbringen.

Nach abgeschlossener Anschlussheilbehandlung erfolgen regelmäßige Nachuntersuchungen im Rahmen unserer Endoprothetik-Sprechstunden.